Wie bereits angekündigt ging es letzte Woche nach Stuttgart zu Motörhead + Der W + Black Stone Cherry.
Als wir vor der Schleyer-Halle standen und die Security noch schnell die Eingangstore mit netten “Schützen Sie Ihr Gehör“-Zetteln flankierten, konnte ich mir ein süffisantes Grinsen dann doch nicht verkneifen. “Everything Louder Than Everyone Else” … ja, DAS sind Motörhead. Das hat Energie, das hat Druck, das RÖHRT.
Ich hatte wohl schon lange nicht mehr soviel Spaß bei einem Konzert. Neben den “ganz soliden” Black Stone Cherry, hat Der W eine richtig richtig gute Show abgeliefert.
Über das Konzert von Motörhead muss man garkeine Worte verlieren. Einfach nur purer Spaß! … und mitten im Konzert hat mir wohl auch noch nie jemand nen Wrigleys Spearmint angeboten. Ein Handtuch wäre mir eigentlich lieber gewesen
Ansonsten ein annähernd perfekter Abend!
… natürlich hat die standesgemäße Begrüßung auch nicht gefehlt:
Wenn es in der Rockmusik auch nur eine Konstante gibt, dann doch Motörhead. Die Herren sind heute ja praktisch noch fast genauso frisch wie vor knapp 30 Jahren.
Ganz besonders freue ich mich aber auf den W im Vorprogramm.
Die Vorfreude ist da. Die Songtexte sitzen jetzt beim dritten Motörhead-Konzert auch endlich. Dann kanns jetzt losgehen!
Vergangenen Mittwoch referierte der ehemalige SC Freiburg-Trainer Volker Finke über “International Teambuilding” am Campus in Schwenningen.
Nach 16-jähriger Tätigkeit beim SCF lagen die Schwerpunkte seines Vortrags natürlich nicht in theoretischen Modellen, sondern er verdeutlichte seine Standpunkte hauptsächlich an Hand praktischer Beispiele aus seiner damaligen Trainertätigkeit.
Mensch, tollen Teppich hast du da. Hätte ich auch gerne.
- Volker Finke
Objektiv betrachtet war der Vortrag auch eher eine Anreihung skurriler Vorfälle und Eigenheiten seiner ausländischen Spieler beim SC Freiburg. Sei es nun, dass afrikanische Fußballer dazu neigen, während der Rückfahrt von einer Auswärtsklatsche, stundenlang im Mannschaftsbus fröhlich zu singen, um dadurch die Niederlage zu verdauen. Oder dass die Auswechslung eines tunesischen Spielers für ihn einer Majestätsbeleidigung gleichkommt. Aber auch, dass die Integration muslimischer Spieler ganz sicher nicht darin besteht, ihren tollen Gebetsteppich zu loben und dass man doch auch gerne so einen hätte.
Insgesamt ein hochinteressanter Vortrag mit diversen Eindrücken in die tägliche Trainingsarbeit, Einblicke in die Integrationskonzepte des SC Freiburg, eine lustige Geschichten rund um Stumpen-Rudi und Würstle-Uli und einem hervorragend gelaunten Volker Finke.
Der Timo
Großes Medienecho nach Hildebrands Nicht-Nominierung?
Nicht wirklich…
Deutschland im Schock nach Timos Ausbootung?
Ganz gewiss nicht.
Manch ein Redakteur musste wohl erstmal nachschlagen, wie man denn den National-Torhüter überhaupt richtig schreibt. Hildebrandt? Hildebrant? Hildebrand?
So richtig konnte er sich nie in der Nationalmannschaft etablieren. Nie fühlte man sich so ganz sicher, wenn Hildebrand einen seiner sieben Länderspielauftritte hatte.
Zu groß die Differenz zwischen seinen Leistungen in der Nationalelf und der Leistung im Verein.
Zu unspektakulär sein Spiel im Vergleich zu Oliver Kahn.
Zu blass und zurückhaltend sein Auftreten im Vergleich zu Jens Lehmann.
Die Nichtberücksichtigung für die EM nun also die korrekte Konsequenz?
JA!
Und was nun?
Hildebrand wird nach der EM die neue Nummer 1 in der Nationalelf!
Wie bitte?
Die Nichtnominierung ist aus meiner Sicht ein grandioser Schachzug. Ein Plan – perfide und gerissen zugleich.
Sinn und Zweck ist es, gezielt einen extremen Reizpunkt zu setzen. Nur so kann der Knoten bei Hildebrand endlich platzen. Kevin Kuranyi lässt grüßen.
Die WM 2010 gehört Timo Hildebrand.
Der W
Zum Schluss noch ein Anspieltipp an die Freunde gepflegter deutscher Rock-Musik.
Stephan Weidner (alias Der W) mit seinem Album “Höher, Schneller, Weidner”.